Samstag, 28. Februar 2009

Sivananda Yoga Vedanta Dhanwantari Ashram

Die naechsten zwei Wochen verschwinden wir von der Bildflaeche und beschaeftigen uns von Morgens bis Abends mit Yoga, Meditation und Gesang.
Ihr hoert von uns!

...Uebrigens: unter "Reiseziele" haben wir einen Text ueber Sadhana Forest reingestellt.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Ich bin kein Suchtmensch! -Chai-Tea! Wo ist mein Chai-Tea?!?

Dampfend, klein, braun und zuckersuess laechelt er uns von jeder Strassenecke entgegen.
Kunstvoll jonglieren die Chai-Meister mit Milch, Tee, Wasser und Zucker.
Dieser Versuchung koennen wir einfach nicht widerstehen.
Ob Morgens, Mittags oder Abends -immer beschert er uns Minuten des Gluecks, wie eine gute Praline zwischendurch.
Na? Lust auf einen Chai?

Eine kleine Tempeltour

Ueber die Haeuserdaecher sehen wir schon von Weitem den steil aufragenden, bunt verzierten Turm. Am Tempel angekommen, beginnt das Abenteuer:
Schuhe muessen draussen bleiben und auf leisen Sohlen versuchen wir, im Labyrinth der Saeulen und Gaenge, den Uhrzeigersinn beim Laufen einzuhalten. Denn nur so kann die spirituelle Energie fliessen.
Aus knarzenden Lautsprechern begleitet uns etwas droehnend der Urlaut Om.
Als wir das Herz des Tempels erreichen, steht einer Segnung nichts mehr im Wege -vorrausgesetzt man hat das noetige Kleingeld.
Die Segnung durch einen Elefanten, bei dem dieser einen mit seinem Ruessel am Kopf beruehrt (das kitzelt!), verspricht einem zusaetzliches Glueck fuer die Zukunft.
Nach vielen Eindruecken kommen wir aus dem Tempel heraus und suchen vergeblich nach unseren Schuhen, bis wir feststellen, dass ein geschaeftstuechtiges Maennchen sie in sein Regal gestellt hat und nun Geld fuer's Aufpassen verlangt.
...Obwohl der Tempel das Zentrum der Spiritualitaet sein sollte, begegnet sie und ihr Zauber uns viel mehr draussen auf den Strassen.

20 Rupees fuer eine Fahrt mit der Silverstar

-Gedraenge, heiss, eng, Kampf um den Sitzplatz.
-Warten, Geruckel, es geht los!
-Hubbel, Loecher, Quietschen, Gehupe, Magenumdrehungen, Fliehkraft, aus dem Sitz gschleudert, Ausweichmanoever, Slal0mfahrt, geaechze, gestoehne, unterdrueckte Schreie, Hitzewallungen, Schweissperlen auf der Stirn, Adrenalinkicks, achtung Kuh!, bremsen, gehupe, Schlagloecher, mehr Gehupe, Fahrtwind, schoener Ausblick.
-Es macht Spass und man kommt gut an...
...Doch wir steigen nicht aus der Silverstar, sondern aus einem indischen Bus (=

Von Pondi nach Rameswaram

Eine Woche auf Reisen und schon so viel erlebt!
Von Pondicherry gings nach Kumbakonam mit Zwischenstopp in Chidambaram. Unsere Reiseroute fuehrte uns weiter nach Thanjavur, dann nach Trichy und schliesslich hierher nach Rameswaram -wieder ans Meer.
Unsere Tage waren gefuellt mit Busreisen, Hotelsuche, Tempeltouren, indischem Essen, Bummeln durch die Strassen und Staunen.
...Staunen ueber:
Eine Kuh, die versucht das Fleisch aus einer halben Kokosnuss zu bekommen, die vielen Duefte, Frauen mit Schalen voll Backsteinen auf dem Kopf, vollgepackte Rikshas, winkende Kinder, Haende schuetteln mit Inderinnen, kunstvolle Muster vor den Tueren der Haeuser...
Um das Bild zu vervollstaendigen:
Chaos, Dreck, Staub, Bettler, am Strassenrand schlafende Kinder, Laerm, Gestank und die vielen Blicke...
Ueberall Gegensaetze.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Auf ins Abenteuer!

Heute haben wir unsere Zelte in Sadhana Forest abgebrochen und sind die weiten 8 km bis nach Pondicherry gefahren.
Wir haben ein sauberes Zimmer und sogar ein richtiges Klo, wobei wir die guten alten Stehklos mit idyllischem Sternenhimmel bevorzugen.
Nach kurzem, schmerzlosen Abschied ist es gut nun loszukommen...
Pondicherry ist recht klein und uebersichtlich. Es macht Spass durch die belebten Strassen und Gassen zu schlendern, die einen so manches Mal an Frankreich erinnern.
Ein Croissant haben wir natuerlich auch schon gegessen und gleich gibt es Ananas.
Bei der Hitze und der sommerlichen Laune faellt es uns schwer, den kalten Winter zuhause nachzuvollziehen.
Wie auch immer: Wir freuen uns darauf, von dem "westlich" gepraegten Indien wegzukommen und Bus zu fahren.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Nun sind wir schon mehr als eine Woche hier und fuehlen uns richtig wohl.
Nachdem wir immer mehr die Umgebung erkundet haben, uns der indische Flair mitzieht und nicht mehr loslaesst, packt uns die Lust weiter zu reisen.
Die Tage vergehen wie im Fluge, da es immer etwas Neues zu erleben gibt:
Am Sonntag waren wir in einem Dorf Muell aufsammeln, was uns an unsere Grenzen gebracht hat, aber zugleich auch eine der schoensten Erfahrungen war. Immer wieder haben uns kleine Kinderhaende Muell in die Tueten gesteckt, die Frauen uns neugierig betrachtet und uns anschliessend mit Herzlichkeit in ihr Dorf eingeladen.
Es gab frische Kokosnuesse vom Baum -ein Traum!
Ansonsten lassen wir es uns gut gehen: Wir waren das erste Mal am Meer, haben frischen Chaitea getrunken, Indisch gegessen und geniessen hier in Sadhana Forest das Zusammensein mit den anderen.

Samstag, 7. Februar 2009

Wir sind da

Erstmal zur Info: wir werden alle mal in diesen Blog schreiben, deswegen die Aenderung. Ein Bild folgt, sobald wir mal die Gelegenheit haben ein Foto von uns reinzustellen.
Im Moment schreibe ich, Lea, um kurz auf den neuesten Stand zu bringen.
Wir sind nach einem sehr ruhigen Flug und einer weniger ruhigen Taxifahrt gut in Sadhana Forest, Auroville, angekommen. Allerdings morgens um 5 und keine Menschenseele zu sehen. Doch im Laufe des fruehen Morgens aenderte sich das. Hier sind im Moment 90 Jugendliche, die hier fuer mindestens 2 Wochen leben und mitarbeiten. Die Stimmung ist sehr schoen, offen und herzlich. Man macht viel gemeinsam. Es wird gesungen und gelacht, es gibt interessante Gespraeche aber auch ruhige Stunden. Wir verbringen viel Zeit in der wunderschoenen Haupthuette, in der es immer schoen angenehm ist, egal wie heiss es draussen ist. Jeden Morgen stehen wir um 5:30 auf, arbeiten zwei Stunden bevor es Fruehstueck gibt (Obstsalat und Porrigde, den man am Anfang kaum runterbekommen hat, aber inzwischen schon ganz gut schmeckt) danach folgen nochmal zwei Stunden Arbeit und nach dem Mittagessen haben wir frei zu tun und zu lassen, was wir wollen. So langsam wagen wir uns auch raus in die doch sehr chaotische aber wahnsinnig beeindruckende indische Welt. Gestern waren wir auf einer indischen Hochzeit eingeladen. In dem Tempel, in dem man barfuss gehen musste, waren mehrere Hochzeitszeremonien und es war ein buntes Treiben, so farbenfroh und froehlich -das war richtig schoen. Wir wurden auch zum Essen eingeladen. Das erste Mal indisch! Sehr fein! und auch unserem Magen hat es wohlgemundet (=
Im Moment sind wir im Zentrum von Auroville unterwegs und schauen uns ein wenig um. Den Matrimandi haben wir auch schon besichtet, aber so richtig gepackt hat es einen nicht, da man ihn nur von weitem betrachten kann... Dafuer hatten wir gerade eben unseren ersten Kaffe und Browny, die nach dem veganen Essen in Sadhana Forest eine Koestlichkeit sind!
Wir lassen es uns gut gehen hier, auch wenn jeden immer wieder mal das Heimweh packt.
Aber wir leben uns langsam hier ein, koennen uns mehr darauf einlassen und der Kulturschock laesst etwas nach. Wir haben jetzt beschlossen uns auch mal mit einem Mofa auf die Strassen zu trauen und die umliegenden kleineren Strassen unsicher zu machen, die eh schon verrueckt sind. Aber wenn schon, denn schon. Man muss sich ja schliesslich ein bisschen anpassen... aber an alle Eltern: wir werden vorsichtig sein! Und wenn es gar nicht geht muss eben wieder ein Taxi her.
Wannandermal mehr...