Sonntag, 29. März 2009

75 km mit der Riksha


"Eine Rikshafahrt, die ist lustig! Eine Rikshafahrt, die ist schoen!"
Salim, der Fahrer, verbrachte seinen Geburtstag damit, uns von Alleppey nach Kochi zu chauffieren. Er entpuppte sich als der perfekte Reisefuehrer:
Als erstes fuehrte er uns zu einer Seilerei, wo aus Kokosnussfasern Schnuere hergestellt werden. Die naechste Station war die Faerberei. Dann sahen wir die Verarbeitung der Schnuere zu Tuch an riesigen Webstuehlen, die wir zuhause eher in einem historischen Museum finden wuerden.
Die arbeitenden Maenner und Frauen freuten sich ueber unseren Besuch und zeigten uns geduldig einige Arbeitsschritte.
Weiter ging es!
Neben einer katholischen Kirche und chinesischen Fischernetzen sahen wir traumhafte Straende, die nicht ahnen liessen, dass auch dort der Tsunami seine Spuren hinterlassen hatte.
Zwischendurch traellerte Salim Bollywood-Arien und Schlaflieder fuer unsere zukuenftigen Kinder. Wir antworteten mit "Viel Glueck und viel Segen..."
Zur Feier des Tages spendierte er daraufhin eine Runde Bananenkaugummis.
Ausserdem kamen wir sogar in den Genuss selbst hinterm Steuer zu sitzen.
Es war eine wunderbare Begegnung, die uns abermals die Herzlichkeit der Inder spueren liess.

Die pure Dekadenz





Als Backpacker gewohnt unsere Ansprueche herunter zu schrauben, goennten wir uns ein Hausboot fuer 22 Stunden, um die Backwaters zu geniessen.
Die umgerechnet 20 Euro pro Person uebertrafen unser Tagesbudget um mehr als das Doppelte. Doch dafuer erwartete uns eine dreikoepfige Crew und ein voll ausgestattetes Schiff:
Terasse und Sonnendeck, zwei Schlafzimmer mit jeweils einem Bad, ein grosser Wohnbereich mit Fernseher und Stereoanlage. Kulinarisch wurden wir mit keralischen Spezialitaeten (auch Fisch!) verwoehnt.
Den Abend verbrachten wir romantisch mit Bier, Zigaretten und langen Gespraechen unterm Sternenzelt.
Fuer uns war es ein wunderbar entspannender Tag, doch wir hatten uns mehr davon versprochen. Eigentlich waren wir gekommen, um die kleinen Kanaele und Wasserstrassen zu geniessen, doch die meiste Zeit schipperten wir auf einem grossen, angelegten Kanal herum. Unserer Meinung nach hat der Tourismus hier seine Spuren hinterlassen und die Backwaters verlieren dadurch an Charme.
Schade, schade...

Freitag, 20. März 2009

Und noch mehr...

Mit dem Bus...

Rameswaram:

Kanyakumari:
Warten auf den Sonnenaufgang
Strandvergnuegen
Ashram:

Weiter gehts...
Varkala:

Fahrt mit der Faehre:

Mmmh -frische Kokosnuss

Endlich Fotos!!!

Sadhana Forest: die ganze Truppe

Auroville-Ausflug: Marisa, Anna, Theresa, Julia

Aurobeach:

Im Sueden auf Reisen...

Mittwoch, 18. März 2009

...da waren's nur noch Vier!

Nach sechs Wochen hat unsere Gruppe sich verkleinert und Julia befindet sich auf dem Heimweg.
Bunt zusammengewuerfelt ist man zwischenmenschlich immer wieder gefordert und so bleibt das Gruppendasein stets in Bewegung.
Die letzten zwei Wochen im Ashram haben uns um weitere gemeinsame Erinnerungen bereichert, sodass die Reise zu fuenft ein schoenes Ende gefunden hat.

Liebe Julia, es ist schoen, dass wir das Abenteuer "Indien" mit Dir zusammen antreten durften und hoffen, dass du das Beste fuer Dich daraus mitgenommen hast!
Liebe Gruesse und alles Liebe nach Bremen!

P.s. Iss bitte ein Butterbrot und einen Salat fuer uns mit (=

Marlenchen, Marlenchen -es war schoen mit dir, ne?!

Die Sechste im Bunde!
Schon in Deutschland geplant, in Sadhana Forest kurz getroffen und im Ashram naeher kennengelernt.
Mit weisen Ratschlaegen (es geht ja schliesslich schon auf die 30 zu), verrueckten Geschichten zu allen Lebenssituationen, Sockentheater und Modenschau versuesste sie uns den Alltag im Ashram und brachte uns haeufig zum Lachen.
Nach Varkala trennten sich unsere Wege, da das deutsche Leben sie zurueckrief...
Marlen, es war toll mit Dir!

Und gruess uns den Robert (=

"Ich sitze nur privat so krumm!"

"Om namah sivaya, good morning, how are you?"
So begruesste uns der freundlich grinsende Swami jeden Morgen um 6 Uhr zur Meditation.
Noch etwas muede versuchten wir Nichts zu denken, dabei nicht einzuschlafen und noch dazu gerade zu sitzen -die erste grosse Aufgabe am Morgen.
Nach dem befreienden Om begruessten wir den Tag mit Mantras.
Und dann gab es Chai-Tea!
So gingen wir gestaerkt in die erste Yogastunde des Tages. Strecken... Dehnen... Halten... und reeelaaax in Shavasana. Wir beanspruchten saemtliche Muskeln, von denen wir keine Ahnung hatten, dass wir sie ueberhaupt besitzen...
Verschwitzt und euphorisch genossen wir anschliessend ein wunderbares Essen, bei dem wir ordentlich zulangten.
Nach der koerperlichen Ertuechtigung musste nun auch etwas fuer unser Karma getan werden: Ein Dienst fuer die Gemeinschaft, bei dem wir meditativ den Wischmop durch die Siva-Halle schwangen.
In der "Health Hut" verbrachten wir mit leckerem Pineapple-Juice unsere Pausen, in denen wir ueber Siva und die Welt diskutierten.
Um 15:30 Uhr lagen wir zur zweiten Yogastunde des Tages, noch etwas traege, auf unseren Matten. Doch nach sechs Sonnengruessen floss wieder genug Energie durch unsere Koerper, um die naechsten zwei Stunden zu meistern.
Frisch geduscht ging es zum Abendessen -jedesmal ein Traum!
Mit "Auf zum Chanten Maedels!" erinnerte uns Theresa um 20:00 an den abendlichen Satsang und nach zwei Stunden fielen wir muede und gluecklich ins Bett.
Es war eine tolle Erfahrung fuer uns Yoga-Anfaenger und wir wuerden die zwei Wochen im Ashram nicht missen wollen. Trotzdem sind wir noch nicht bereit, den Weg eines Yogis zu gehen und unseren Guru haben wir noch nicht gefunden.
Mit unserer Yogamatte im Gepaeck geht's nun weiter mit unserer Reise...